Rezension des Albums „Continuation“ 4/5 Amarok Magazine

Review „Shamall – Continuation“ from Amarok Prog Magazine

Es war wieder einmal die große Webseite Progstreaming, auf der ich das aktuelle Shamall-Album „Continuation“ entdeckte. Shamall ist das musikalische Projekt des einzigartigen Komponisten Norbert Krüler, einen Künstler, den ich bis dahin völlig verkannt habe. Bereits das Frontcover von „Continuation“ bietet einen sehr guten Blickfang, weil es den surrealistischen Geist anspricht und uns auf die Art der Musik vorbereitet, die uns hier erwartet. „Continuation“ beinhaltet Material des Vorgänger-Albums „Turn Off“, das im Jahr 2013 veröffentlicht wurde und welches dort keinen Platz mehr gefunden hatte. Somit ist „Continuation“ die logische Fortsetzung von „Turn Off“.

Norbert ist Multi-Instrumentalist und tatsächlich ist das komplette Album fast ausschließlich instrumental, mit wenigen Gesangspassagen, die er größtenteils selbst singt. Seit Beginn seiner Karriere 1986 hat er in diesen 30 Jahren mehr als ein Dutzend Alben produziert. Das Album Continuation ist – auf alle Fälle für mich – eine völlige Überraschung, die sich über mehr als achtundsiebzig Minuten erstreckt und ausschließlich die auf „Turn Off“ nicht verwendeten Titel enthält. Der Musiker hatte zeitgleich auch eine Box mit 5 CDs „History Book“ veröffentlicht, die jedoch zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung an uns vorbeigegangen ist.

Die Musik von Shamall ist überwiegend elektronisch, mit zahlreichen Synthesizern und vielen Einflüssen von Tangerine Dream, deren Musik Norbert in seiner Jugend oft hören sollte (er ist 57). Das betrifft insbesondere die Synthesizer- und Gitarrenparts, die an den genialen Musiker Edgar Froese erinnern, der seinerzeit viel zu einem Musikstil beigetragen hatte, der gemeinhin als „Krautrock“ bezeichnet wurde.

Shamall hat dieses Genre neu erfunden, indem er einige Elemente in seine Musik aufnimmt und ihnen auf seine eigene Art und Weise neuen Glanz verleiht. Die Melodien auf „Continuation“ sind modern und verdienen es bestimmt nicht, als „Vintage“ bezeichnet zu werden. Die Prog-Puristen können also weiterziehen, sie werden hier nicht fündig werden.

Norbert jedoch ist es gelungen, uns mit dem Niveau seiner Veröffentlichung zu fesseln, unter anderem mit seinen ausgefeilten Kompositionen, wunderschönen Melodien – woran Jarre mittlerweile seit Jahren arbeitet, jedoch meiner Ansicht nach erfolglos – es ist nur sehr schade, dass dieser deutsche Komponist nicht über die mediale Präsenz des französischen Musikers verfügt. Traurig aber wahr. Die Musik von Norbert ist ähnlich wie die des großen Vangelis, insbesondere was das Niveau der melodischen Themen anbelangt – hören Sie z.B. „Random Walker“, ein wunderschöner Titel, der sich durch die Gitarren von den Werken des griechischen Zauberers unterscheidet.

Also, zusammengefasst ist das Shamall-Projekt nicht nur für Fans von synthetischen und elektronischen Klängen, wie Sie hören können, gibt ihnen der Musiker eine wärmere Farbe. Norbert Krüler arbeitet seine Werke aus, in durchdachter und kunstvoller Weise wie ein Maler, hören Sie zum Beispiel das sehr schöne Saxophon in „so much is on the line“ (first session).

All dies mag eher paradox erscheinen, da es sich um überwiegend elektronische Musik handelt, die die Eigenart hat eher unpersönlich daherzukommen. Dennoch beweist uns Norbert mit seinem Album „Continuation“ das Gegenteil, in dem er immer wieder mit überraschenden Elementen überzeugt, wie z.B. einer sehr schönen weiblichen Gesangsstimme auf dem letzten Titel des Albums „The streets are filled with people“. Daher würde ich behaupten, dass alle Shamall-Alben, auch die elektronischen und insbesondere ihre jüngste Fortsetzung „Continuation“ einen Besuch wert sind.

4 von 5 Sternen.

c/o Daniel Sébon, Amarok magazine, Oktober 2016, aus dem Französischen übersetzt

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Neue Rezension des Albums „Continuation“ von Progwereld

Von Zeit zu Zeit stelle ich fest, dass ich geschlafen habe und deshalb eine Band bzw. ein Musiker komplett unterhalb des Radars geblieben ist. Genau das ist mir mit Shamall passiert.

Shamall ist das Projekt des Deutschen Norbert Krüler, das seit nunmehr 30 Jahren aktiv ist und in dieser Zeit 15 unterschiedliche Studioalben veröffentlicht hat. Seine neueste Veröffentlichung trägt den Titel „Continuation“. Dieses Album ist auch Bestandteil seiner ebenfalls aktuellen Zusammenstellung „History Book“, welche 4 weitere Alben beinhaltet, die einen Überblick über das 30-jährige musikalische Schaffen des Künstlers bietet.

Krüler ist Multiinstrumentalist und macht eine ganze Menge selbst, inklusive der Produktion, aber er arbeitet auch häufig mit Gastmusikern wie Matthias Mehrtens (Gitarre). Das ist auch auf „Continuation“ der Fall, zusätzlich ist hier auch eine Sängerin mit dabei (Anke Ulrich) und dennoch sind weite Teile dieser CD ausschließlich instrumental. „Continuation“ beinhaltet auf 79 Minuten überwiegend Kompositionen, die auf der vorherigen Veröffentlichung „Turn Off“ aus Platzgründen nicht mehr untergebracht werden konnten.

Aber genauso wie „Turn Off“ ist „Continuation“ eine Anklage gegen Atomkraft, wobei die Katastrophe in Fukushima die Hauptquelle der Inspiration bildet. „Oh mein Gott“ werden viele Progleser denken, was soll ich mir darunter vorstellen? Soll das etwa die (wenig) musikalische Umsetzung des „Atomkraft – nein danke“-Ereignisses sein? Ich versichere Euch, dass das nicht der Fall ist. Natürlich ist es gerechtfertigt, diese Message zum Anlass zu nehmen, um gegen die Atomkraft weltweit Anklage zu erheben. Hier werden jedoch zu keinem Zeitpunkt die Musikalität und die Qualität der Kompositionen der Message untergeordnet.

Tatsächlich hatte ich in der Vergangenheit nur sehr selten ein derart sozial engagiertes Album in den Händen, welches auf solchen großartigen Kompositionen basiert.

Laut wikipedia ist der musikalische Stil von Shamall als eine Mischung von Pink Floyd mit Alan Parsons zu charakterisieren. Beim Hören des Albums „Continuation“ kamen mir vor allem folgende Namen in den Sinn: in der Tat David Gilmour (Random Walker), Lee Abraham (Fragments pt. IV), Enigma (Linolenic Acid), Peter Baumann’s frühe Solowerke und sogar Manfred Mann (Floating Subatomic Particles und Solitary Life). Äußerst variantenreich zu einem eigenen Stil verschmolzen, lässt die Musik von Shamall den Hörer volle 79 Minuten auf einer Welle von atmosphärischen Soundtrips davondriften, ohne dabei Gefahr zu laufen, auf diesem Trip zu irgendeinem Zeitpunkt unterbrochen zu werden.

Das Ganze ist „made in Germany“ at it’s best: wunderbare Räumlichkeit, ausgewogene Balance und Definition in vollendeter Harmonie, kurzum: ein wahrer Genuss für die Ohren. Ein Muss für Elektro-Prog-Fans mit Verbindung zu Tangerine Dream, Loom, Ashra und F.D. Project.

c/o Clemens Leunisse, Progwereld 2016

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Rezension des kanadischen Magazins und Radiosenders „Profilprog“

Review des Albums "Continuation" von ProfilprogEs ist immer einfacher ein Review zu schreiben, wenn man schon vorherige Werke eines Künstlers kennt. So hatte ich schon in der Vergangenheit die beiden vorherigen Alben „Turn Off“ und „Is this human behavior“ von Norbert Krüler alias SHAMALL für „Progressive Area“ besprochen. Somit befinde ich mich – was diesen Künstler angeht – auch einigermassen „im Lande des Wissens.“
Warum heisst das neue Shamall Album eigentlich „Continuation“? – Ganz einfach, weil dieses neue Album Titel und Versionen enthält, die aus Platzgründen auf dem vorherigen Werk „Turn Off“ nicht veröffentlicht werden konnten. Schon der Vorgänger „Turn Off“ zeigt, wie mühelos und mit welcher Leichtigkeit Norbert komponiert. Doch zurück zu „Continuation“.

Die ersten drei Teile des Openers „Fragments“, die insgesamt fast 15 Minuten des Albums einnehmen, sind eindrucksvoll und voll prachtvoller Melodien. Das muss man neidlos anerkennen, zumal Deutschland in den letzten Jahrzehnten sowieso großartige atmosphärische Kompositionen hervorgebracht hat, sei es mit Tangerine Dream, Klaus Schulze oder auch vielen anderen Künstlern. Der folgende Titel „It’s been a long time“, der auch zu den längsten gehört, wird getragen von begleitenden Akustikgitarren und erweitert durch männliche und weibliche Chöre und trifft dann vollends auf das „Turn Off-“ Thema des gleichnamigen Albums aus dem Jahr 2013. Mit dem Highlight der von Matthias Mehrtens gespielten sehr lyrischen Gitarre, die Norbert Krülers Keyboardpassagen wunderschön untermalt. Ein sehr schönes melodisches Werk, das in der zweiten Hälfte gefühlvoll durch ein Saxophon getragen wird – wirklich einzigartig! Es folgen „Linolenic Acid“ und „Random Walker“. Beide Tracks werden durch lebendige, aber melodiöse Gitarrenriffs erfrischend angetrieben. Meiner Meinung nach gehören diese beiden Titel untrennbar zusammen, wobei der erste und auch längere mich gleich in seinen Bann gezogen hat. Ein hervorragendes Werk, das einfach aufzunehmen ist und sofort ins Ohr geht. Abgerundet wird diese Komposition durch den Track „Airborne“, der dieses Thema mit einer gefälligen Akustikgitarre abschließt. Es folgt „It’s time to grasp the mantle“. Auch hier ist es noch lange nicht an der Zeit, die CD aus dem Player zu nehmen, weil Shamall noch immer etwas zu sagen oder vielmehr zu schreiben hat.

Die meisten seiner Kompositionen gehen nahtlos ineinander über, wie das verschachtelte Einfügen von Bausteinen in einer Mauer. Man kann sagen, dass Norbert auf gewisse Weise zwar noch auf den Pfaden von seinem Jugendeinfluss Pink Floyd wandelt, sich aber mittlerweile eine nicht zu verkennende Eigenständigkeit erarbeitet hat.

„Fragments part IV“ ist progressiv gesprochen wohl der komplexeste und packendste Teil des Albums, ist aber wohl gerade deshalb auch Geschmackssache. Die letzten vier Titel führen die generelle Stimmung dieses Albums fort: manchmal spacey, manchmal mehr progressiv mit meiner persönliche Meinung nach leichten Schwächen des Titels „Solitary Life“. Insgesamt wird die Stimmung zum Ende des Albums ruhiger. Dieses Album wird die Fans des Künstlers bestimmt erfreuen. Es ist eine schöne „Fortführung“ für diejenigen, die bereits das Opus „Turn Off“ besitzen. Bevor ich nun schließe, möchte ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass ich mich freuen würde, die Stimme der Sängerin Anke Ullrich auch auf zukünftigen Veröffentlichungen zu hören.

Bewertung: 8/10

 

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Rezension von „Turn Off“ – ….klingt nach „Eloy featuring special guest Edgar Froese….“

Ein Auszug eines Shamall-Reviews von Kinesis Progressive Rock: „….wir widmen hier den meisten Platz der Veröffentlichung des letzten Shamall-Albums „Turn Off“, weil es das ist, was wir uns angehört haben. Es ist offensichtlich, dass starke Pink Floyd-Einflüsse auf allen Shamall-Alben zu hören sind. Dennoch erinnert das Album „Turn Off“ eher an Eloy, die ja ebenfalls von Pink Floyd beeinflusst sind. Shamall klingt hier allerdings nicht nur ein bisschen nach Eloy – wenn man es nicht besser wüsste, würde man denken, dass „Turn Off“ ein neues Eloy-Album wäre. Genauer gesagt, es klingt nach Eloy featuring special guest Edgar Froese.

Das ist eine der bemerkenswerten Qualitäten dieses Albums, wie gut Shamall Sequenzer und Synthesizer im Stil von Tangerine Dream in die Musikrichtung Progressive Rock integriert hat. Obwohl überwiegend instrumental, gibt es männlichen und weiblichen Gesang in englischer Sprache.

Sie würden es wahrscheinlich nie erraten, dass Shamall in erster Linie das Werk eines einzigen Mannes – Norbert Krüler – ist. Insgesamt ein erstaunliches Album – der musikalische Stil hätte vielleicht über die gesamten 150 Minuten etwas mehr variieren können, aber Sie werden sich weder auf dieser noch einer der anderen Shamall-Alben übers Ohr gehauen fühlen. Die meisten sind Doppel CDs, und jede Scheibe ist fast voll. Hier gibt es eine Menge Musik zu hören.

c/o Kinesis Progressive Rock, 2016

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Rezension „Turn Off“ der Babyblauen Seiten

…und noch ein Auszug eines Reviews der Babyblauen Seiten:

„….Musikalisch werden auf „Turn Off“ die durchgehend spacigen Versionen von Neoprog, Hardrock, Progmetal und Artrock geboten. Es ist schon sehr kontrastreich, wie die Musik zwischen sanften Keyboardwolken und knallenden Drums zu jaulenden Gitarren wechseln kann. Es werden zudem die zahlreichen Möglichkeiten aufgezeigt, die die Verbindungen zwischen elektronischer Musik und dem facettenreichen progressiven Rock bieten können. Nicht zu vergessen die meist kurzen Passagen mit der elektronischen Musik in ihrer reinen Form. Die rockigeren Passagen dürften beispielsweise Freunden von Arjen Lucassens härteren Einfällen zusagen, während die restliche Musik der Doppel-CD kaum eindeutige Vergleiche möglich macht. Von der Stimmung her wäre einiges doch vielleicht mit Eloy vergleichbar, anderes wiederum mit Tangerine Dream, oder Pink Floyd nach 1974.

„Turn off“ ist also Freunden vom vielseitigen Spaceprog zu empfehlen. Ganz speziell solchen, die es ganz besonders ansprechend finden, wenn ein Konzeptwerk mehr als eine CD beansprucht….“, c/o 02/2014, Babyblaue Seiten, S. Zielinski

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„Turn Off“ – Erste Rezensionen

Aktuelle Reviews des Albums „Turn Off“ von Progarchives, Rock Times und Musikzirkus Magazine:

Rezension Progarchives

Rezension Progarchives – 5 spektral switches !!

Rezension "Shamall - Turn Off" von Rocktimes

Weit über zwei Stunden anspruchsvollster Musik warten bei „Turn Off“ auf offene Ohren

Rezension des Musikportal "Musikzirkus" - by Stephan Schelle

Tolles Rockalbum mit gehörigem Suchtpotenzial!

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Prog-Magazine Progressive Area: Rezension der „Is this human behavior“

Eine weitere Rezension hat das französische Webzine „Progressive Area“ verfasst. Neben einer ausführlichen Besprechung bekam das Album „Is this human behavior“ die höchste Wertung der Redaktion:

Rezension des französischen Magazins "Progressive Area"

 

 

 

 

 

 

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Music Waves: Interview und Rezension

Das namhafte französische Webzine „Music Waves“ hatte im Januar die neue Shamall-CD „Is this human behavior“ besprochen und seiner Leserschaft ans Herz gelegt. Anbei die übersetzte Version des sehr ausführlichen Reviews durch Music Waves. Und seit kurzem gibt es auch noch ein Interview mit Norbert. Die Fragen stellte Pete_T von Music Waves.

c/o Music Waves - 02/2010

Rezension „Is this human behavior“

Interview Music Waves - Shamall, Februar 2010

Interview Music Waves – Shamall, Februar 2010

 

 

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